Spickmich.de Teil I: Externes Rahmenmodell

25 Okt

6! Setzen! Spickmich.de, seit Februar 2007 online, gibt Schülern einen Rahmen um ihre Lehrer zu bewerten und zu benoten. Neben dieser elementaren Funktion bietet die Plattform ihrer Zielgruppe die Möglichkeit sich ein Profil einzurichten und über das Netzwerk miteinander zu kommunizieren. Spickmichs größter Konkurrent dürfte aufgrund dieser Spezialisierung (bezüglich der Zielgruppe) die Community SchülerVZ, mit seinen fast 6 Millionen Nutzern sein (Spickmich verzeichnet nach eigener Aussage knapp 1,6 Millionen registrierte User.)

SCHÜLER DER WELT, VEREINIGT EUCH. Die Zielgruppe Schüler liegt Deutschlandweit bei einer Anzahl von etwa 12 Millionen (Mai 2007). Der Kampf um Marktanteile wird seit Ende 2006 unter gut 7 Teilnehmern (innerhalb eines Zeitfensters von 2 Monaten gegründet) ausgetragen, von denen jetzt (Herbst 2010) nur noch 5 online sind. SchülerVZ hat dabei als Teil der VZnet Netzwerke nicht nur die stärkere Marke im Rücken, sondern auch einen großen technischen Entwicklungs- und Erfahrungsvorsprung. Spickmich konnte dagegen mit seiner simplen Bewertungsidee für viel Aufsehen sorgen.

PROFITKILLER JUGENDSCHUTZ? Dabei ist rechtlich allein die unternehmerische Kommunikation und Interaktion mit Minderjährigen schon heikel. Datenschutz ist Inhalt einer generellen Diskussion im Rahmen virtueller Communities, beim Umgang mit Schülern müssen zusätzlich noch einige Fragen in Punkto Jugendschutz beantwortet werden. Und nicht zuletzt auch die Angst besorgter Eltern, „Pädophile [könnten sich] einen an den Bildern von Kindern abrubbeln“. Aber auch Werbemaßnahmen sind juristisch nur begrenzt möglich. Die Frage danach, wo die eigene Zielgruppe sitzt, mag für den Marketingverantwortlichen schnell beantwortet sein. Doch sind der kreativen Planung in diesem Umfeld, meiner Meinung nach zu Recht, starke Restriktionen gesetzt. So gilt beispielsweise für Baden-Württemberg:

„Verbot für Werbung für wirtschaftliche, politische, weltanschauliche oder sonstige Interessen. Spenden können entgegen genommen werden, wenn sie pädagogischen Zwecken dienen und dem gegenüber eine etwaige Werbung deutlich zurücktritt und nur einen geringen Umfang hat.“ (Stand 2005)

ÜBERLEBENSKÄMPFE. Ein für sie wichtiges rechtliches Gefecht hat die Firma allerdings noch im Jahr der Gründung bereits gewonnen (entgültige Entscheidungen zogen sich immerhin noch bis in den Frühling diesen Jahres). So ist das Portal von einer schlecht benoteten Lehrerin verklagt worden, die durch die Bewertung ihre Persönlichkeitsrechte verletzt sah. Die Richter entschieden anders, begründet durch das Grundrecht auf Meinungsfreiheit. Hätte Spickmich diesen Rechtsstreit verloren, hätten sie ihre Pforten wahrscheinlich direkt wieder schließen können.

Quellen:

http://www.spickmich.de/

http://content1.spmi.de/images/s/download/100330-pm-beste-lehrer-halbjahr-09-10.pdf

http://www.gruenderszene.de/allgemein/die-entwicklung-der-schuler-netzwerke-teil-i

http://www.stern.de/digital/online/spickmich-100000-pauker-sind-schon-benotet-592456.html

http://www.basicthinking.de/blog/2007/04/24/kocks-hatte-recht/

http://www.meyer-albrecht.de/skripte/sponsoring/Rechtliche Bestimmungen der BL zu WerbSpons.pdf

http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,493920,00.html

 

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