Von wegen Datenschutz!

28 Nov

All die uns gängigen Social Networks Unternehmer erklären immer voller Stolz, dass unsere Daten in ihren Händen ach so sicher seien und nicht weiterverwendet, verkauft oder sonst auf irgendeine Weise missbraucht werden. Dies steht auch für die Skeptiker unter uns in den AGB´ s und soll uns glaubhaft machen, dass wir ihnen vertrauen können – und doch werden unser Vertrauen und unsere Daten missbraucht!

Seid Euch sicher, dass die Unternehmen meistens nur auf Geldmacherei aus sind – auch auf die Kosten der gutgläubigen User!

Die Firma, für die ich früher gearbeitet habe, hat regelmäßig Informationen von StudiVZ erhalten, um geeignete Leute für ihr Recruitment zu erhalten und musste ordentlich dafür bezahlen! Eines Tages, als ich den Posteingang bearbeitet habe, lag zufällig mal wieder eine Rechnung in meinen Händen, die natürlich nicht für Meine bestimmt war…welch Zufall dachte ich mir und habe sie selbstverständlich nur „aus Versehen“ genauer unter die Lupe genommen. Dabei stellte ich fest, dass die Rechnungen immer nur direkt zu Händen der Leiterin der Personalabteilung ausgestellt wurden und die Informationen den Anforderungen der Firma gerecht aussortiert wurden und pro Person ca. 100 Euro kosten…allerdings bin ich mir da nicht mehr ganz sicher, also könnten es auch 50 Euro sein.

Was für ein Schock! Und Enttäuschung! Wie kann StudiVZ die geheimen Daten einfach verkaufen? Vor Allem, wer von uns Usern hat sein Profil bewerbergerecht und zukunftsfördernd eingerichtet? Was soll das? Was kann ich dagegen tun?

…nichts! Denn offiziell weiß ich nichts von der Rechnung und Beweise für die Regelmäßigkeit habe ich auch nicht in der Hand. Enttäuscht und mit etwas Wut und Ärger habe ich also die Rechnung in einen Umschlag gelegt und ins Fach der Personalabteilung gelegt.

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3 Antworten to “Von wegen Datenschutz!”

  1. Peter Krueger Dezember 4, 2010 um 6:58 pm #

    Die Frage ist doch eigentlich wer der wirkliche Übeltäter ist: studiVZ, die Daten verkaufen um daran zu verdienen oder die Personaler, die derartige Informationen konkret anfordern. Über Art und Weise derartiger Recherche seitens der Personalabteilungen habe ich mal ein paar statistische Daten zusammengetragen:

    Einer Studie von StepStone und HRM zufolge haben 59% der (befragten) Personaler „schon einmal einen Bewerber mit Hilfe des Internets überprüft.“ Dabei überprüften 39% dieser Gruppe „Bewerber, die in die engere Wahl kommen“, 33% „Bewerber, die zu einem zukünftigen Bewerbungsgespräch geladen werden sollen“ und 32% überprüften im Internet „Bewerber, die nach einem Bewerbungsgespräch für eine Anstellung in Frage kommen.“ Am Ehesten, das geht aus der selben Studie hervor, werden dabei potentielle Führungskräfte überprüft. Aber 12% der Befragten gaben an, auch die Online-Reputation von Praktikanten zu checken. Etwa 26% gaben dabei zu, auch schon Bewerber aufgrund ihres negativen Rufs (relativ zur Position) abgelehnt zu haben. Wo wird gesucht? 45% gaben Google, Bing oder spezielle Personensuchmaschinen als Werkzeug an, 21% Online-Netzwerke mit beruflichem Schwerpunkt und 17% Online-Netzwerke mit privatem Charakter. Das alles ist ja nun generell kein großes Geheimnis mehr, doch trotzdem interessant mal derartige Zahlen zu sehen. „Nur“ 9% geben übrigens an, auch die Reputation aktueller Mitarbeiter des Unternehmens im Internet zu prüfen.

    Quelle: statista.de

    • seda cim Januar 2, 2011 um 8:41 pm #

      In der vorletzten Vorlesung von Dr. Jens Junge wurde über das Thema: „Hyperbolische Vertrauensfunktion“ gesprochen. Dabei geht es darum, dass das Vertrauen zwischen Menschen, einer beginnenden Beziehung oder sogar Geschäftspartnern von Beginn an vom sog. Nullpunkt beginnend langsam ansteigt. Sobald das Vertrauen missbraucht wird fällt die Kurve in einen negativen Bereich und es dauert sehr lange, bis man wieder da ist, wo man einst angefangen hatte. Dabei redet man von einem sog. „Systemstart“ – von da an beginnt es wieder von vorn. Jedoch das Vertrauen nach einem Vertrauensmissbrauch wieder aufzubauen, dauert viel viel länger als wenn es auf dem „normalen Weg“ geschieht.
      Eigentlich sollte dieses Modell auch so bei den Social Network Usern anwendbar sein.
      Die User wissen ganz genau, dass Missbrauch mit ihren hochgeladenen Fotos, Videos, Beiträgen und Informationen stattfindet, aber dennoch melden sich tagtäglich hunderte von Usern bei Facebook, StudiVZ, etc. an und veröffentlichen weiterhin Daten.
      Isn’t that funny?!

      • Henk Februar 15, 2011 um 3:11 pm #

        Nicht ganz ernst gemeint, aber zum Nachdenken:

        Das Phänomen gab es schon vor der Zeit des Internets – allerdings wenig freiwillig. Erst mit dem Zeitalter des Internet schlossen sich diverse soziale Netzwerke zusammen zu Facebook. Früher hießen sie KGB, Stasi, …
        „Funny“ ist in dem Zusammenhang auch, dass rund 10% der DDR-Bevölkerung Spitzel gewesen sein sollen. Und jetzt schaut mal, wieviele Facebooker Bilder von anderen täglich so hochladen.

        Quellen:
        http://www.test.de/themen/computer-telefon/test/Soziale-Netzwerke-Datenschutz-oft-mangelhaft-1854798-1855976/

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