Looking into the Future…

1 Dez

Dieser Artikel bezieht sich auf den Beitrag vom 21.Nov’2010 „Höhepunkt für Facebook & Twitter – geht es bald bergab?“. Dies ist kein Kommentar, sondern vielmehr eine Weiterführung/ -überlegung des Beitrags von „sedacim“ in Form von Vorhersagen bezüglich der Zukunft des Internets und sozialer Netzwerke innerhalb des WorldWideWebs.

Der oben genannte Artikel widmet sich der These, dass so wie fast jedes andere Produkt auch die Social-Networking-Plattformen des Internets einen Produktlebenszyklus durchlaufen. Nach „sedacim’s“ Überlegungen sollten die S-N-Plattformen bereits innerhalb der letzten Phase des Produktlebenszykluses angekommen seien da ein starker Wettbewerb herrscht und sich durch den hohen Innovationswettlauf die Marktphasen der Sozialen Netzwerke immer mehr verkürzen. In der Theorie sind dies alles Merkmale eines gesättigten Marktes. Wie richtig erkannt wurde gehen Theorie und Realität oft sehr unterschiedliche Wege. „djamilo“ kommentierte zum Modell des Produktlebenszyklus dieser sei doch eine eher „klassische und starre Betrachtungsweise…“ und das dieser dem heutigen „immer dynamischer werdenden Markt nicht mehr gerecht werde…“.

„Da ist noch was drin…“

Dass das Internet mehr als dynamisch ist und oft nicht den bisherigen Theorien der Betriebs- oder Volkswirtschaftslehre folgt, lässt sich an zahlreichen Beispielen belegen. Und auch die Sozialen Netzwerke werden sich in den nächsten Jahren sicherlich nicht nach dem Produktlebenszyklus richten. Noch lange ist nicht jeder Mensch auf diesem Planeten „on“. Selbst in der westlichen Welt gibt es noch unendlich hohes Potenzial innerhalb aller Bevölkerungs-schichten. Ein Beispiel: waren 2008 um die 9,6 Millionen Briten die Vorreiter bei der Nutzung von S-N-Seiten, gibt es Schätzungen, dass es bis 2012 um die 27 Millionen Briten (2004 wurden 60.294.000 Briten gezählt) sein werden. In Deutschland sieht es ähnlich aus, 2008 gab es 8,6 Millionen S-N-Nutzer und für 2012 werden um die 21,7 Millionen Nutzer erwartet. Verbesserte Infrastrukturen weltweit, Bildungsoffensiven, günstigere Technik oder auch das Anbieten der schon bekannten Netzwerke in immer mehr Sprachen werden unweigerlich dazu beitragen, dass das Wachstum für die Social Network Anbieter vorerst weitergeht. Es kann aber erwartet werden, dass sich der Markt auf einige wenige aufteilen wird. Derzeit kann man sehen wie sich das einst so beliebte MySpace langsam verabschiedet. Es findet ein enormer Wandel unserer Kommunikationskultur statt. Man könnte nunmehr auch von globalen Netzwerken als nur von sozialen Netzwerken sprechen. Durch die ständige Möglichkeit durch Internet-Flatrates für PC’s, Handys und jegliche anderen portablen Empfangsgeräte mit seinen Freunden, Bekannten, der Geschäftswelt, Banken etc. verbunden zu sein und jederzeit alle weltweiten ins Netz gestellten Informationen abrufen zu können, lässt sich eindeutig der Trend ausmachen, dass die klassischen Medien wie TV, Radio und Zeitungen durch das Medium Internet abgelöst werden. Im Zuge dieses Wandels lässt sich auch eindeutig ausmachen, dass sich die Sozialen Netzwerke innerhalb des Internets zum Meinungsmultiplikator und Informationsmedium entwickelt haben.

Umdenken

Die Sapient GmbH veröffentlichte bereits 2009 einen sehr aufschlussreichen Bericht in Ihrer Pressebox in dem Sie Schlussfolgerungen aus Umfragen in Zusammenarbeit mit der AG Social Media und Kongress Media zog. Befragt wurden 75 ausgewählte Betreiber von Social Networks und Communities in Deutschland. Die Umfrageergebnisse geben Aufschluss über aktuell am Markt praktizierte Kennzahlenmodelle zur Erfolgsmessung und identifiziert Optimierungspotenziale in den Bereichen Monetarisierung, Marketing und Kennzahlen….. Die Umfrage zeigt, dass Betreiber von Communities und Sozialen Netzwerken Methoden und Kennzahlen zur Erfolgsmessung bisher nur oberflächlich nutzen. Der Grund dafür ist nur teilweise in fehlenden Standards oder Budgets zu suchen. Vielmehr haben viele Community-Betreiber das brachliegende Potenzial noch nicht erkannt: Communities und Social Networks könnten davon profitieren, Kennzahlen detaillierter zu erfassen, sie stärker auf ihr jeweiliges Geschäftsmodell abzustimmen und sie aktiv für ihre individuelle Vermarktung zu nutzen.1 Auch hier wurden also noch mehr Potenziale für das weitere Wachstum von Social Networks und Communities ausgemacht.

Ein weiterer sehr lesenswerter Artikel aus dem Archiv der Sapient GmbH wirft einen Blick in die nahe Zukunft des Social Media von 2012 mit zehn Top-Vorhersagen. Der Artikel stammt ebenfalls aus dem Jahr 2009 und viele der Vorraussagen lassen sich heute bereits bestätigen und geben ebenfalls eine positive Richtung für die Social Networks vor.

Top 10 Voraussagen2:

1.       Die Vorstellungen von Privatsphäre werden sich ändern (müssen).

2.      Soziale Netzwerke werden vollständig dezentralisiert.

3.      Unsere Interaktion mit Suchmaschinen wird sich ändern.

4.      Aufstieg der Inhalte-Aggregatoren.

5.      Social Media und die erweiterte Realität (Augmented Reality).

6.      Digitale (Außen)werbung, erweitert um Social Media.

7.      Überall Bewertungen.

8.      Social Media-Research.

9.      Auf der Google-Welle reiten.

10.  Alles ist Social Media.

                                   

1 http://www.pressebox.de/pressemeldungen/sapient-gmbh/boxid/288990%20%20-%20%2024.11.10,%2019:00

2 http://dev-de.www.sape.sapientem.com/assets/ImageDownloader/408/SocialMedia2012.pdf

Quellen:

http://forrester.typepad.com/groundswell/2008/03/the-future-of-s.html  –  24.11.10

http://www.pressebox.de/pressemeldungen/sapient-gmbh/boxid/288990%20%20-%20%2024.11.10,%2019:00

http://www.presse.tk/suchmaschinen/social-network-community.html

http://dev-de.www.sape.sapientem.com/assets/ImageDownloader/408/SocialMedia2012.pdf

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Ein-Drittel-der-Deutschen-soll-bis-2012-Social-Networking-Dienste-nutzen-204644.html

Bildquellen:

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