Helden des (All)Tages

7 Dez

Twitter und Facebook sind Vorreiter was das Nicht-löschen von WikiLeaks Daten betrifft. Klug, denn die Stellvetreter des Web 2.0 sollten die Kinder des Web 2.0 nicht bekämpfen.

WikiLeaks ist die unvermeidbare Folge des modernen Internets. Es ist auch die Verkörperung dessen, was sich Barrack Obama einst wünschte:

„…I am a big believer in technology and I’m a big believer in openness when it comes to the flow of information. I think that the more freely information flows, the stronger the society becomes, because then citizens of countries around the world can hold their own governments accountable. They can begin to think for themselves.“

(Obama in Shanghai, November 2009)

Wenn die USA den freien Informationsfluss nun aber nicht schützen, sondern ihn gar bekämpfen, können wir nur hoffen, dass die WikiLeaks Seite nicht bald auch bei Facebook und Twitter verschwindet. Die halten sich nämlich offen was damit passieren soll…

Quellen:

http://obama-mamas.com/blog/?p=676

http://www.readwriteweb.com/archives/facebook_were_not_kicking_wikileaks_off_our_site.php

Bildquellen:

http://www.projectlan.de/uploads/newsimages/2009/01/original/1232144297_superman.jpg

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3 Antworten to “Helden des (All)Tages”

  1. seda cim Februar 15, 2011 um 10:09 pm #

    Das ist mehr als unwahrscheinlich, da Plattformen wie Facebook und Twitter gerade von ‚lockereren‘ Prozessen im Datenschutz leben. Sanktionen, seitens der USA und/oder US-amerikanischer Unternehmen gegen Wikileaks haben bereits Konsequenzen getragen. Etwa der Hacker-Angriff empörter Nutzer auf Seiten von Unternehmen wie Visa und Mastercard, welche Spendenzahlungen an Wikileaks eingefroren haben. Ich behaupte sicher nichts Neues wenn ich sage, dass sich Unternehmen in einer solchen Situation aus der Politik raushalten sollten – Denn damit bekennen sie nicht nur Flagge, sondern zeigen Schwäche, indem sie politischem Druck nachgeben. Reputation, Vertrauen, Image und vor allem Kunden sowieso. Vielmehr gilt es hier zu differenzieren: Wenn Nutzer, die sich um ihre Freiheit oder die der anderen beraubt fühlen ihrem Ärger Luft verschaffen, indem sie Marktakteuren, die bei der Verschwörung mitwirken einen Streich spielen (denn mehr war es wirklich nicht, da auch kein Schaden entstanden ist, wie VISA bestätigt), dann setzt das ein Zeichen. Wenn der verärgerte User sich allerdings zum Online-Pöbel mausert und versucht Server von Anwaltskanzleien lahmzulegen, weil diese über ein Strafverfahren entscheiden müssen, ist das wenig produktiv und mehr als grenzwertig, was das allgemeine Verständnis angehen sollte.

    Quellen:
    http://www.welt.de/politik/ausland/article11495557/Wikileaks-Hacker-blockieren-auch-Visa-Website.html

    • loreelectro Februar 16, 2011 um 8:07 pm #

      Ich habe nicht ganz verstanden, was du uns damit sagen willst. Deinen ersten Satz deute ich mal so, dass du nicht glaubst, dass sich Facebook und Twitter Wikileaks gegenüber unloyal verhalten könnten.
      Was passiert aber, wenn sie gesetzlich dazu verpflichtet werden, so wie dies die US Regierung aktuell duchrzusetzen versucht? (http://www.tagesschau.de/ausland/wikileakstwitter102.html)
      Auch wenn noch nichts beschlossen ist, musst du deine Einschätzung, so etwas sei „mehr als unwahrscheinlich“, wohl revidieren.

    • Peter Krueger Februar 16, 2011 um 9:30 pm #

      „Ich behaupte sicher nichts Neues wenn ich sage, dass sich Unternehmen in einer solchen Situation aus der Politik raushalten sollten – Denn damit bekennen sie nicht nur Flagge, sondern zeigen Schwäche, indem sie politischem Druck nachgeben.“ Ob neu oder nicht, es ist zumindest Unsinn. Wirtschaft und Politik sind derart eng verknüpft, da kann – und sollte – sich niemand einfach raushalten. Erst recht nicht in entsprechender Position. Darüber hinaus traf selbst ein Unternehmen wie Amazon die Wahl, Wikileaks die Server zu kappen, nicht allein, sondern mit schwerer Pranke auf der Schulter.

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