Krieg der Ideen

8 Dez

Auf der Suche nach neuen Themen für unser Blogthema stieß ich auf folgendes aus dem Dezember 2008:

Das amerikanische Außenministerium will soziale Netzwerke sogenannte Web-2.0-Angebote dazu nutzen, um den „Krieg der Ideen“ gegen radikalislamische und Militante und andere Extremisten zu gewinnen. Neue Technologien würden den Vereinigten Staaten einen signifikanten Wettbewerbsvorsprung gegenüber al-Qaida und anderen extremistischen Organisationen verleihen, verkündete James Glassman, Chef der Public Diplomacy-Abteilung des US-Außenministeriums, in einer Rede vor einem amerikanischen Think-Tank.1

Dieser Ansatz zeigt einmal eine ganz andere Seite der US-amerikanischen Aussenpolitik. Ungewohnt aber doch nachvollziehbar erscheinen die Ansätze der Initiative „Public Diplomacy 2.0. Angestrebt wird eine neue Art der Diplomatie die interaktiv auf der Ebene der Öffentlichkeit anstatt auf der Ebene von Regierungsvertretern stattfinden soll. Man hofft besonders junge Menschen in Ländern die besonders strikte Regeln für den Umgang mit dem Internet haben bzw. gegen diesen sind, zu erreichen. Man hofft quasi auf den Trotz der Jugend sich trotz Verboten mit dem Internet und dessen freien Informationen auseinanderzusetzen und sich gegebenenfalls gegen terroristische oder extremistische Ansätze zu organisieren.

Im Zuge des Public Diplomay 2.0 fanden Ende 2008 und Ende 2009 Veranstaltungen der Allianz der Jugendbewegungen unter Schirmherrschaft des US-State Department zusammen mit Facebook, Google, MTV, Howcast, AT&T, Access 360 Media, der Columbia Universität, weiteren Online-Vertretern und 17 Jugendbewegungen statt. Folgende Ziele wurden formuliert: zum einen Jugendgruppen die Möglichkeiten zum Austausch von Informationen zum Kampf gegen Extremismus zu geben, z.B. nach Vorbild der „Million Voices Against the FARC“-Bewegung die über Facebook eine Million Menschen zu Demonstrationen gegen die FARC mobilisierte, die Anfertigung eines Handbuchs für Gruppen die sich gegen Gewalt, Unterdrückung und Extremismus formieren wollen und zum anderen auch wenn dies nicht allzu offensichtlich gesagt wurde, Regime-Wechsel ohne unterschwellige Handlungen von Geheimdiensten wie den CIA durch eine mobilisierte Öffentlichkeit zu ermöglichen.

Wenn ihr euch über die Fortschritte bzw. die aus den Konferenzen hervorgegangenen Bewegungen informieren wollt, empfehle ich die Seite movements.org welche die Alliance of Youth Movements online vertritt.

in eigener Sache: dieser Artikel ist von mir so wertfrei wie möglich verfasst worden, wenn Ihr ihn kommentieren wollt, denkt bitte daran das er keine Meinung meinerseits zu dem Thema enthält. Ich denke meine eigene politische Meinung hat in diesem Zusammenhang nichts im Netz verloren. 

                                   

1 http://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Aussenministerium-will-soziale-Netzwerke-im-Krieg-der-Ideen-nutzen-218993.html

Quellen:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Aussenministerium-will-soziale-Netzwerke-im-Krieg-der-Ideen-nutzen-218993.html

http://www.movements.org/

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29217/1.html

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=3636&type=98

Bildquellen:

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