give it up for hatebook

12 Jan

http://www.youtube.com/watch?v=8uBFWvVzArM

Na bin ich denn total GAGA?

12 Jan

Die virtuelle Welt ermöglicht uns, ein Millionenpublikum zu erreichen, einen Laufsteg zu betreten mit den Kleidern, die wir uns selbst geschneidert haben. Ob hier oder da ein Zipfel zu lang oder zu kurz, es um die Hüften zu eng oder zu weit ist interessiert hier nicht, denn mein virtuelles Bild sieht so aus, wie es male. Bearbeitete Bilder, lustige Sprüche und Kommentare, Angaben über mich, die vielleicht sonst keiner über mich machen würde, der mich kennt…

Und dann diese Freunde! 100, 200, 300…so ein Quatsch! Menschen, die ich flüchtig kennengelernt habe und schon ist man „befreundet“? Jeder will so viel wie möglich über den anderen wissen, seine persönlichen Angaben durchforsten, stöbern, staunen, beneiden.

Die Oberfläche glitzert und strahlt, doch ist auch alles Gold was glänzt?

Facebook (Auch Facebug oder auch G’sichtsbuch genannt) ist eine Website für gelangweilte Personen, die sich entweder ein fiktives soziales Umfeld schaffen oder ihr bestehendes reales Umfeld zerstören wollen. Diese Leute hoffen so auf „wahre“ Freunde.

Facebook ist dabei wie ein Gefängnis. Man verschwendet Zeit, schmiert was an Wände und wenn man rauskommt, kann man seine Freunde nicht mitnehmen. Außerdem wird man von Leuten geschupst, die man nicht einmal kennt.

Man könnte auf den ersten Blick meinen, Facebook sei dazu da, alte und neue Freunde wieder zusammenzubringen. Jedoch ist es viel wichtiger, sich selbst und anderen zu beweisen, wie viele Freunde man hatte, hat und noch haben wird. Somit ist es bloß eine Stimulierung des menschlichen Sammeltriebes, wie ein Pokémon-Spiel, in dem man nicht kleine Monster einfangen muss, sondern irgendwelche Leute, für die man sich schon längst nicht mehr interessiert und/oder nie interessieren wird.

Ob ein soziales Umfeld auf diese Weise gefestigt wird, sei dahingestellt. Immerhin haben gelangweilte Büroangestellte und Teenager mit einem Drang zur grenzenlosen Selbstvermarktung auf diese Weise ihre tägliche Beschäftigung gefunden.

Wie kann es sein, dass eine 42-jährige auf Facebook ihren Selbstmord ankündigt und trotz ihrer 1048 Freunde sie einsam zu Tode kommt? Würden wahre Freunde nicht helfen?

Das Unternehmen als Person? Teil II

10 Jan

AUF DEN ZAHN GEFÜHLT. Im letzten Teil habe ich behauptet, Unternehmen würden zwar an den Diskussionen im Internet teilnehmen wollen, sich dabei aber eher ungeschickt verhalten. Sie seien zu wenig „echt“. Sie würden weiterhin versuchen in traditionellem Umfang zu kommunizieren (also Werbung zu platzieren) und den Faktor Mensch nicht ausreichend berücksichtigen. In meiner Antwort auf einen Kommentar zum selben Beitrag äußerte ich meine Kritik dahingehend, dass zum einen viele Unternehmen „mit ihren Produkten absolut keinen Wert in die Gesellschaft bringen“. Was natürlich wahr ist, aber in diesem Zusammenhang ein wenig deplaziert. Zum anderen äußerte ich an besagter Stelle: „wer sich darstellt ist nicht authentisch“. Was ich vorher nur aus meinem Gefühl heraus begründet habe, will ich im zweiten Teil noch einmal genauer betrachten. Weiterlesen

Facebook’s Wert steigt erneut – Aren‘t there any limits?

5 Jan

Diese Woche wurde von der Investmentbank Goldman Sachs der Wert von Facebook auf 50 Milliarden Dollar beziffert. Was steckt dahinter? Wie hat man das zu verstehen?

Die Hintergründe sehen wie folgt aus:

Goldman Sachs kaufte für 450 Millionen Dollar einen Anteil von 1 Prozent an Facebook und bringt durch seine Kontakte als Investmentbank Kunden und Mitarbeiter dazu weitere 1,5 Milliarden Dollar zu investieren um noch einmal Anteile von drei Prozent zu erlangen, kurz zuvor investierte auch ein russisischer Investor (Digital Sky Technologies) 50 Millionen Dollar. Rechnet man diese Summen auf das gesamte Unternehmen um kommt man zu dem Schluss das Facebook 500 Milliarden Dollar wert ist.

Selbst für Experten ist die Bewertung eines Unternehmens wie Facebook schwierig. Man kann verschiedenste Kennzahlen heranziehen und muss dabei aber auch immer beachten, dass es kaum fassbare Vermögenswerte gibt. Nüchtern betrachtet stehen ja hauptsächlich Arbeitsräume, Computer und Entwickler hinter dem Unternehmen. Jedoch Goldman Sachs ist auch nicht der einzige Käufer, der auf diesen Wert kommt. Ähnlich war die Schätzung an einer privaten Börse, wo seit Monaten Facebook-Anteile von Mitarbeitern und frühen Investoren gehandelt werden. Dort war Facebook zuletzt mit 60 Milliarden Dollar bewertet.1

Ob der Weg von Facebook bei diesen Bewertungen letztendlich an die Börse führt ist noch nicht klar. Wenn es aber dazu kommen würde, könnten sich diejenigen die jetzt schon Anteile gekauft haben wahrscheinlich darüber freuen, dass sie noch vergleichsweise wenig bezahlt haben dürften.

                                  

1http://www.faz.net/s/RubBFDAEF9E008C4455AB74719564EB6CC2/Doc~E6C8BE27F3423458F9253AC7B1167A568~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Quellen:

http://www.faz.net/s/RubBFDAEF9E008C4455AB74719564EB6CC2/Doc~E6C8BE27F3423458F9253AC7B1167A568~ATpl~Ecommon~Scontent.html

http://www.sueddeutsche.de/geld/investment-facebook-deal-goldman-wittert-riesengeschaeft-1.1042178

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,737425,00.html

„Gen Y Affluents: Media Survey“ – Klassische Medien Adieu?

1 Jan

Es wird immer enger für die klassischen Werbemedien: die Zukunft sieht im Zeitalter des Internets nicht rosig aus. Folgende aktuelle Studie führt Annahmen der letzten Jahre vor Augen: das Internet und seine Web 2.0 Instrumente überrennen die klassischen Medien. Weiterlesen